Karaoke-Taxi in Helsinki

Dass die Finnen ein recht eigenes Völkchens sind, wissen wir nicht nur seit den Filmen der Kaurismäki-Brüder. Ein wenig verschlossen, immer zurückhaltend und bescheiden, haben die Finnen zweifelsohne eine gewisse Ähnlichkeit mit den Asiaten. Da verwundert es nicht, dass dieses Verhalten auf die eine oder andere Weise kompensiert werden muss. Was den Asiaten schon seit langem Befreiung und Entfesselung bringt, davon versprechen sich auch die Finne Erlösung. Die Rede ist von Karaoke, dem ungezwungenen Nachsingen bekannter Lieder. Zwar ist Karaoke auch in Finnland schon lange Volksport Nummer eins - mittlerweile gibt es über 2000 Karaoke-Einrichtungen in ganz Finnland- aber jetzt haben die Skandinaven mit dem so genannten Karaoke-Taxi noch eins drauf gelegt. Weltweit ist diese Dienstleistung der besonderen Art noch einzigartig. Das Taxi, ausgestattet mit Mischpult, Monitoren, drahtlosem Mikro und Diskokugel, bringt den Fahrgast ohne Aufpreis zu jedem beliebigen Ziel in Helsinki. Mit einer Auswahl an über tausend Titeln, angefangen von „A little less conversation“ von Elvis bis „Without me“ von Eminem und etlichen finnischen Liedern, ist das Karaoke-Taxi äußerst gut sortiert. Hat man den passenden Song zum Trällern erstmal ausgewählt, kann der Auftritt beginnen. Der Fahrer wirft die Scheibe in den Player und dann heißt es erstmal den richtigen Einsatz finden, wenn der Text auf den kleinen Bildschirmen in der Kopfstütze erscheint. Die meisten Finnen und Finninnen nutzen das innovative Angebot, um ihre Stimmbänder für den bevor stehenden Karaoke-Abend an einem anderen Ort auf die richtige Betriebstemperatur zu bringen, was bei den im Winter herrschenden Temperaturen in Finnland gar nicht so einfach ist. Einziges Problem bei der Sache ist, dass man das Karaoke-Taxi vorbestellen muss, was auf Grund der starken Nachfrage mal etwas länger dauern kann. Und wer keine Lust auf Singen hat, der kann sich im Karoke-Taxi einfach die Nachrichten oder die Sportschau im Fernsehen anschauen.

Im ewigen Eis

Das berühmte Eishotel im schwedischen Jukkasjärvi sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Eines der 140 Betten, fast immer ausgebucht, warten seit 1991 auf den experimentierfreudigen Urlauber. Hier kann im ewigen Eis getrunken, geschlafen, eine Theater- oder Filmvorführung angesehen und sogar geheiratet werden. Mehr als 14000 Übernachtungen zählt das ausgefallene Hotel jährlich und es werden immer mehr. Klar, dass dieses Modell Nachahmer gefunden hat, die bei weitem noch nicht so bekannt sind, allerdings ihrem Vorbild in Komfort und Erlebnisfaktor in nichts nachstehen.

Eishotel Schweden

Eishotel Schweden

Wer sich nicht zum Polarkreis begeben möchte, um in dicke Felle gehüllt auf massiven Eiswürfeln zu schlafen, kann genauso gut, einen Abstecher in unser Nachbarland machen. In der Schweiz gibt es das Iglu-Dorf, mittlerweile haben die sogar schon einen Ableger in Garmisch auf der Zugspitze. Schon ab 99€ inklusive Außenwhirlpool, Fondue, Schneeschuhwanderung etc. gehts los. Ein Überlegung auf jeden Fall auch für den nächsten Silvesterabend! Besonders schön ist auch das märchenhafte Schneeschloß in Finnland oder das Aurora Eishotel in Alaska mit seinem Nordlichtspektakel. Auf jeden Fall muss man entweder hoch hinaus oder nah an den Polarkreis, um in den Genuß dieser kunstvoll-eisigen Landschaften zu kommen. Es lohnt sich allemal. Und wer beim Gedanken an eine Übernachtung auf den kühlen Klötzen schon Frostbeulen ereilen, für den gibt`s seit 2003 immer noch die Stockholm Eisbar, in der man bei -5 Grad seinen Absolut Wodka in ausgehöhlten Eiswürfeln serviert bekommt.