11 Nov. 2008
Zwei Jahre haben die Musikfans Mirjam Kolb und Manuel Schreiner gebraucht, um ihren 500 Seiten dicken Indie Travel Guide fertig zu bekommen. Und das mal so neben ihren normalen Jobs als SozPäd und HR-Tante. Die Idee war folgende: Auf der nächsten Städtereise durch Europa lassen wir den Allianz Baedeker oder den Marco Polo mal zu Hause- diese Reiseführer hat ja schließlich jeder. Und Touristen wollen ja bekanntlich immer dorthin, wo keine Touristen sind, wobei dieses Vorhaben ja schon von Natur aus zum Scheitern verurteilt ist. Noch schlimmer ist es, wenn man hip, knackig und indie ist- da gleicht es auf dem Städtetrip einem Super-GAU, wenn man plötzlich in der gleichen Location sitzt wie die Nachbarin auf Kaffeefahrt. Die beiden fleißigen Herausgeber Mirjam und Manuel schaffen mit ihrem trendigen Reiseführer Abhilfe: mehr als 160 Indie-Bands zwischen Skandinavien und Süd-Europa wurden angeschrieben und gebeten einen Fragebogen mit ihren Lieblingslocations auszufüllen. Herausgekommen ist ein faszinierendes Sammelsurium aus Trendläden, abgefahrenen Cafes und Restaurants sowie allerlei anderer nicht zuordbaren Orten, die es für den aufgeschlossenen Nicht-Tourist-Tourist zu entdecken gilt.

Da hört man plötzlich von Löchern in der Straße die zu unterirdischen Räumen führen oder von Underground-Clubs, die so geheim sind, dass selbst die empfehlenden Musiker sie kaum ein zweites Mal wieder finden. Die Tipps sind bunt und vielfältig wie die Musiker, die befragt wurden: in England führt der Kasabian-Schlagzeuger Ian Matthews durch Bristol und Peanut Baines von den Kaiser Chiefs durch Leeds, Schottland wird vom Idlewild-Sänger Roddy Woomble vertreten, Wales von einem Manic Street Preacher Member. In Deutschland ist eine riesige Anzahl an Bands und Musiker vertreten: Tomte für Berlin, Klee für Köln, Sportfreunde Stiller für München und viele mehr. So lässt sich die Aufzählung beliebig fortsetzen: Skandinavien, Spanien, Niederlande, Frankreich, wobei der Schwerpunkt des Buches auf Großbritannien und den deutschsprachigen Ländern liegt. Die Tipps sind mit üppigem Bildmaterial ausgestattet- eine Freude für alle Fans auch ohne Städtereise. Der Indie Travel Guide rockt und ist ein Muss für alle Fans ausgefallener Locations.
1 Aug. 2008
Gerade finden in Hamburg die “Cruise Days” statt: Noch bis zum Sonntag bietet sich die Gelegenheit, zahlreiche Kreuzfahrtschiffe mal aus der Nähe zu bewundern. Vor Anker liegen z.B. die AIDAaura oder die MS Deutschland, das vom Schlummer-Atlas zum “Schiff des Jahres 2008″ gewählt wurde. Eine Attraktion ist sicherlich auch das russische Segelschulschiff Sedov, das 1921 in Kiel vom Stapel lief.
Sprichwörtliche Königin der Cruise Days war aber sicherlich die Queen Mary 2, die als weltweit einziger “Luxus-Oceanliner” gilt. Sie war für einen Tag Gast in Hamburg und ist gestern wieder ausgelaufen.
Doch auch wenn die Queen Mary 2 bereits wieder auf den Weltmeeren unterwegs ist, die Hamburg Cruise Days bieten am Wochenende noch ein spannendes Programm: Die Kreuzfahrtschiffe können bei der Schiffsparade bestaunt werden, und Sonntags gibt es ein sicherlich spektakuläres Abschlussfeuerwerk.
Hamburg ist ebenfalls Stützpunkt der KTJ Gruppe Nord. Hier wird KTJ Selbstverteidigung angeboten.
Disneys Der König der Löwen in Hamburg.
22 Apr. 2008
Nach diesem berühmten Gassenhauer von Hans Albers hat das Lindner Hotel am Michel sein neues Übernachtungsarrangement benannt.
Wer für ein Wochenende nach Hamburg kommt und vor allem der Nordstadt Sündige Meile kennenlernen will, liegt mit diesem Angebot sicherlich nicht falsch. Neben der Übernachtung im modernen Vier-Sterne-Haus in der Neustadt, warten auf den Besucher mehrere „kulturelle“ Highlights.

Nach dem Inklusive-Abendessen in der Bar Lacoon (Tapasvariationen) beginnt der Trip durch die Hamburger Nacht wahlweise um 18:00 oder um 20:30 Uhr mit einer 100-minütigen Führung des legendären Nachtwächters Erwin. Die anekdotenreiche Reise durch den Kiez besitzt schon jetzt Kultcharakter und beantwortet nicht nur die Fragen, wie viel eine Ausnüchterung auf der Davidswache kostet oder wo sich Paul McCartney einst öffentlich erleichterte. Nach dieser komödiantischen Einlage wartet bereits ein Platz im legendären Schmidts Tivoli auf den Hamburg-Erkunder. Dort genießt man das Musical „Heiße Ecke“ und anschließend gibt’s mit der Musical-Eintrittskarte verbilligten Eintritt im bekannten Angie’s Nightclub. Die ganze Nacht kann man dort alle Annehmlichkeiten des Kiez genießen und wenn es der Streifzug durch Hamburg erst am nächsten Morgen sein Ende findet, kann man problemlos den Late Check-Out bis 15:00 Uhr nutzen.