Kreuzfahrt der Superlative

Im November läuft die Celebrity Solstice in Hamburg vom Stapel- und damit das größte Kreuzfahrtschiff, das in Europa je gebaut wurde. Das Schiff gehört zu den zehn größten Kreuzer der Welt und stellt neue Rekorde in Sachen Superlative aus. So befindet sich beispielsweise auf dem 13. Deck der „Lawn Club“, eine 2000 qm große Echtrasenfläche auf der sowohl eine spannendes Fußballspiel zwischendurch, eine gepflegte Golfpartie als auch ein gemütliches Picknick im Kreise der Familie möglich ist. Der Megaliner wiegt mehr als 13.000 Tonnen und wird auf seinen Routen durch das Mittelmeer und die Karibik etwa 2900 Gäste beherbergen. Allein das Theater des XXL-Cruiser ist mit einem Fassungsvermögen von 1100 Plätzen größer als jedes Stadttheater. Der Luxusliner ist rund eine halbe Milliarde teuer und wird ab 2009 von seinen Heimathafen in den USA aus auf die Erkundung der Weltmeere aufbrechen. Wer also auch einmal eine Kreuzfahrt auf diesem Koloss unternehmen möchte, muss die Exkursion bei der amerikanischen Schifffahrtslinie Celebrity Cruises buchen und von Fort Lauderdale/Florida starten. Wem das nötige Kleingeld dazu fehlt, kann sich das Schiff en detail auf der eigenen Website ansehen und in Highclass-Kreuzfahrtträumen schwelgen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

Kreuzfahrt Schiff

Von Mensch zu Mensch: So lebt man auf den Bahamas

Es ist so eine Sache mit der Karibik: Warme Lagunen, verstreute Inselchen mit weißen Stränden und Palmen so weit das Auge reicht – wer will nicht mindestens einmal hier gewesen sein? Allein schon die Namen von Curacao, Martinique oder St. Lucia klingen nach Urlaub. Doch gerade in diesen Paradiesen bleibt einem vieles oft verborgen. Ist man mit dem Kreuzfahrt-Dampfer unterwegs, hat man meistens kaum die Zeit, sich den jeweiligen Zwischenstopp genauer anzusehen. Schnell ein paar Fotos gemacht, ein überteuertes Souvenir gekauft und ruckzuck ist man wieder auf dem Schiff. Hat man eine Pauschalreise mit Flug und Hotel gebucht, bleibt einem zwar mehr Raum für Ausflüge. Doch wer schon beim Transfer allzu viele Blechhütten am Straßenrand entdeckt, fürchtet sich nicht selten, als „reicher Europäer“ in Gefahr zu geraten, wenn er Land und Leute auf eigene Faust kennen lernen möchte. Also bleiben die meisten in der abgeschirmten Club-Anlage und verbringen ihre Muße mit dem Schlürfen von All-Inclusive-Drinks und einem 08/15-Animationsprogramm. Die neugierigen Fragen der zu Hause Gebliebenen, wie die Menschen denn so leben in der Karibik, wird dann meist beantwortet mit: „Da kann man ja nicht raus aus dem Hotel. Viel zu gefährlich!“ Ganz anders auf den Bahamas: Auch wenn das Archipel geografisch nicht zur Karibik gehört, werden Grand Bahama, Paradise Island, Eleuthera, usw., immer in einem Atemzug mit der restlichen Inselwelt vor der Ostküste Mittelamerikas genannt. Weil sich hier seit eh und je ein Großteil des Fremdenverkehrs konzentriert, hat sich das Tourist Office der Bahamas schon vor 30 Jahren etwas einfallen lassen, um seinen Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis zu ermöglichen: einen Tag mit einer einheimischen Familie zu verbringen. Das Konzept dieses „People-to-People“ genannten Programms ist ganz einfach. Einige Wochen, bevor man seine Reise antritt, meldet man sich beim eigens eingerichteten Kontaktbüro an (peopletopeople@bahamas.com). Für 35 US-$ pro Person suchen die Vermittler einen Partner, bzw. eine Partnerfamilie, deren Interessen den eigenen Vorstellungen am meisten entsprechen und stellen den Kontakt her - bei über 1200 registrierten Gastgebern ist fast immer jemand passendes dabei. Ist man schließlich auf den Bahamas angekommen und hat sich akklimatisiert, kommt es zum Treffen. Man isst gemeinsam im Haus der Gastfamilie und erzählt sich gegenseitig vom Leben in der Heimat. Nachbarn kommen vorbei um die exotischen Gäste aus Europa kennen zu lernen. Man geht zusammen in die Kirche um einen echt bahamaischen Gottesdienst zu zelebrieren. Und je nachdem, wie gut man sich versteht, kann sich so ein gemeinsamer Tag auch schon mal bis weit in die Nacht ausdehnen. Nicht selten wird man davon überrascht, wie ähnlich man sich trotz aller kulturellen Unterschiede ist - so sieht echte Völkerverständigung aus! Aber: Bei all den guten Vorsätzen, die diese Art von Austausch-Programm voraussetzt, sollte man trotzdem nicht blauäugig an die Sache heran gehen. Natürlich erwartet die bahamaische Familie ein Gastgeschenk, und wenn man vorhat, mit den neuen Freunden auszugehen, dann ist es selbstverständlich, dass der Europäer die Rechnung für alle bezahlt. Dennoch spürt man, dass die Lebensfreude und Offenherzigkeit der Bahamaer nicht gespielt ist! Und wenngleich man ja nur einen einzigen Tag mit den Einheimischen verbringt, hat man nach der Heimreise bereits weit mehr zu erzählen als alle anderen Karibik-Urlauber. Eines muss man allerdings beachten: Gute Kenntnisse des Englischen sind unbedingt erforderlich, damit einem nicht nach kurzer Zeit der Gesprächsstoff ausgeht.

Karibik mal anders

Die meisten Leute assoziieren mit dem Reiseziel Karibik vor allem die Dominikanische Republik (die gerade versucht, ihr Image als „Mallorca der Karibik“ wieder loszuwerden) oder den Inselstaat Kuba. Daneben gelten Jamaika und die Bahamas als beliebte Urlaubsdestinationen. Heiße Reggae-Rhythmen in Montego Bay oder das Bob Marley Museum in Jamaikas Hauptstadt Kingston verlocken tausenden von Touristen jährlich zu einem Urlaub in der Karibik.

Karibik

Die Inselgruppe der Bahamas ist vor allem wegen seiner Nähe zum US-amerikanischen Bundesstaat Florida, der nur 70 km von der Hauptinsel entfernt liegt und dem pulsierenden Leben in der Inselhauptstadt Nassau, beliebt. Doch die Karibik hat noch viel mehr zu bieten, als Allinc in der DomRep oder Buena Vista in Kuba. Schon einmal von St. Kitts, Nevis, St. Lucia oder Turks gehört? Alles wunderschöne, karibische Inseln, die touristisch wenig überlaufen sind und für die das Wort Traumurlaub nicht zu weit hergeholt ist. Auf den Schwesterinseln St. Kitts und Nevis, die zu den Kleinen Antillen gehören, findet man keine großen Hotels oder Bettenburgen. Hier dominieren Strandbungalows und kleine Lodges das Inselbild. Der Urlauber wird rund um die Uhr verwöhnt und kann fernab aller Alltagssorgen seine Seele an den weißesten aller Strände baumeln lassen. St. Lucia hingegen sei allen empfohlen, die im Urlaub mehr möchten als nur unter tropischer Sonne zu relaxen. Die Insel besitzt einige der anspruchsvollsten Surfreviere der Karibik und ist daher besonders bei Wassersportler äußerst beliebt. Daneben kann St. Lucia auch mit einer Fülle kultureller Highlights wie mit einem Jazzfestival oder dem berühmten Blumenfest aufwarten.

Karibik

Auf der kleinen Insel Turks kann man sich hautnah an der Perlenzucht beteiligen und badet zudem noch an einem von mehreren Magazinen preisgekrönten Strand. Weitere karibische Inseln, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind, sind die Virgin und die berühmten Cayman Islands, das französische Überseedepartement Guadeloupe und die duftende Gewürzinsel Grenada. Es muss also nicht immer der Klassiker sein!