Benvenuto in Italia

Seit Jahrzehnten gehört Italien zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen und ein Ende ist nicht abzusehen. Aber nicht nur die schnelle Erreichbarkeit macht dieses Land so interessant. Die einzigartige geographische Lage bringt unterschiedlichste Klimabedingungen mit sich, so dass man vor der Wahl steht: Badeurlaub in Süditalien oder eine rasante Abfahrt in den zahlreichen Skigebieten der Alpen? Besonders bekannt ist der südeuropäische Staat für seine kulinarischen Köstlichkeiten. Die italienische Küche wird für ihre Vielschichtigkeit gelobt, die durch die verschiedenen Regionen und ihren Traditionen geprägt wurde. Besonders Weinkenner, Italien wird auch als das „Weinland“ bezeichnet, schätzen die große Auswahl an hervorragenden Weinen, die beispielsweise in den berühmten Weinbaugebieten der Toskana hervorgebracht werden.

Italien-Trebisonda
Aber nicht nur für das leibliche Wohl wird gesorgt: Kein anderes Land beherbergt so viele außergewöhnliche Kunstschätze und Zeugnisse seiner beeindruckenden Historie, die ganz Europa geprägt hat. Großartige Bauten, Brunnen und Kirchen erfreuen das Herz jedes Kunstliebhabers. Warum auch immer man Italien besucht, es  ist definitiv immer eine Reise wert und bietet für jeden etwas. Ausführliche Informationen findet man unter www.italien.com.

Von Mensch zu Mensch: So lebt man auf den Bahamas

Es ist so eine Sache mit der Karibik: Warme Lagunen, verstreute Inselchen mit weißen Stränden und Palmen so weit das Auge reicht – wer will nicht mindestens einmal hier gewesen sein? Allein schon die Namen von Curacao, Martinique oder St. Lucia klingen nach Urlaub. Doch gerade in diesen Paradiesen bleibt einem vieles oft verborgen. Ist man mit dem Kreuzfahrt-Dampfer unterwegs, hat man meistens kaum die Zeit, sich den jeweiligen Zwischenstopp genauer anzusehen. Schnell ein paar Fotos gemacht, ein überteuertes Souvenir gekauft und ruckzuck ist man wieder auf dem Schiff. Hat man eine Pauschalreise mit Flug und Hotel gebucht, bleibt einem zwar mehr Raum für Ausflüge. Doch wer schon beim Transfer allzu viele Blechhütten am Straßenrand entdeckt, fürchtet sich nicht selten, als „reicher Europäer“ in Gefahr zu geraten, wenn er Land und Leute auf eigene Faust kennen lernen möchte. Also bleiben die meisten in der abgeschirmten Club-Anlage und verbringen ihre Muße mit dem Schlürfen von All-Inclusive-Drinks und einem 08/15-Animationsprogramm. Die neugierigen Fragen der zu Hause Gebliebenen, wie die Menschen denn so leben in der Karibik, wird dann meist beantwortet mit: „Da kann man ja nicht raus aus dem Hotel. Viel zu gefährlich!“ Ganz anders auf den Bahamas: Auch wenn das Archipel geografisch nicht zur Karibik gehört, werden Grand Bahama, Paradise Island, Eleuthera, usw., immer in einem Atemzug mit der restlichen Inselwelt vor der Ostküste Mittelamerikas genannt. Weil sich hier seit eh und je ein Großteil des Fremdenverkehrs konzentriert, hat sich das Tourist Office der Bahamas schon vor 30 Jahren etwas einfallen lassen, um seinen Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis zu ermöglichen: einen Tag mit einer einheimischen Familie zu verbringen. Das Konzept dieses „People-to-People“ genannten Programms ist ganz einfach. Einige Wochen, bevor man seine Reise antritt, meldet man sich beim eigens eingerichteten Kontaktbüro an (peopletopeople@bahamas.com). Für 35 US-$ pro Person suchen die Vermittler einen Partner, bzw. eine Partnerfamilie, deren Interessen den eigenen Vorstellungen am meisten entsprechen und stellen den Kontakt her - bei über 1200 registrierten Gastgebern ist fast immer jemand passendes dabei. Ist man schließlich auf den Bahamas angekommen und hat sich akklimatisiert, kommt es zum Treffen. Man isst gemeinsam im Haus der Gastfamilie und erzählt sich gegenseitig vom Leben in der Heimat. Nachbarn kommen vorbei um die exotischen Gäste aus Europa kennen zu lernen. Man geht zusammen in die Kirche um einen echt bahamaischen Gottesdienst zu zelebrieren. Und je nachdem, wie gut man sich versteht, kann sich so ein gemeinsamer Tag auch schon mal bis weit in die Nacht ausdehnen. Nicht selten wird man davon überrascht, wie ähnlich man sich trotz aller kulturellen Unterschiede ist - so sieht echte Völkerverständigung aus! Aber: Bei all den guten Vorsätzen, die diese Art von Austausch-Programm voraussetzt, sollte man trotzdem nicht blauäugig an die Sache heran gehen. Natürlich erwartet die bahamaische Familie ein Gastgeschenk, und wenn man vorhat, mit den neuen Freunden auszugehen, dann ist es selbstverständlich, dass der Europäer die Rechnung für alle bezahlt. Dennoch spürt man, dass die Lebensfreude und Offenherzigkeit der Bahamaer nicht gespielt ist! Und wenngleich man ja nur einen einzigen Tag mit den Einheimischen verbringt, hat man nach der Heimreise bereits weit mehr zu erzählen als alle anderen Karibik-Urlauber. Eines muss man allerdings beachten: Gute Kenntnisse des Englischen sind unbedingt erforderlich, damit einem nicht nach kurzer Zeit der Gesprächsstoff ausgeht.

Wochenendtipp: Documenta XII

Alle fünf Jahre erwacht die hessische Stadt Kassel aus ihrem Dornröschenschlaf und wird Gastgeber einer der bedeutendsten Austellungen zeitgenössischer Kunst weltweit: der Documenta. Wenn ihr auch nur ein bißchen an Kunst und Kultur interessiert seid, lege ich euch deswegen ganz dringend einen kleinen Wochenendtrip in die knapp 200.000 Einwohner-Stadt ans Herzen. Die Documenta dauert immer 100 Tage, knapp 50 davon sind bereits vorbei. Ihr habt also noch sechs Wochen um Euch nach Kassel zu schwingen und über atemberaubenden Kunstwerke, Performances, Filme, Installationen etc. zu staunen. Und es gibt keine Ausrede nicht zu fahren, denn Kassel liegt so zentral in unserem schönen Lande, dass man aus jedem Eckchen nicht allzu lange braucht, um die Hessenmetropole zu erreichen. Der perfekte Wochenendtrip für alle Kunst- und Kulturliebhaber ist die Documenta12 aber nicht nur aufgrund ihrer räumlichen Lage. Die Veranstalter haben es sich seit Jahren auch zur Aufgabe gemacht, Kunst allen zugänglich zu machen, d.h. es werden keine exorbitanten Eintrittsgelder a la MOMA verlangt. Eine 2-Tages-Karte für alle Ausstellungsräume der D12 kostet beispielsweise nur 27€, ermäßigt sogar nur 18€. Wenn das nicht mal ein Anreiz ist. Und auch die Tourismusindustrie ist bestens auf die Besucher eingerichtet: es gibt Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel. Schaut doch mal bei den Kassel-Unterkünften vorbei. Besondere Features sind z.B. Zimmer in einem Künstleratelier (wie passend), Lofts für 20 Leute (für Kommunikationsfreaks) oder Bed&Breakfast mit privatem Führer. Und das alles schon ab 25€. Am meisten sollte man sich bei einem Documenta-Aufenthalt aber natürlich auf die Kunst freuen. Nicht nur die (schon legendär gewordenen) 1001 Chinesen von Ai Weiwei begegnen einem überall in der Stadt. Vielmehr hat man auf den fünf unterschiedlichen Austellungsgeländen die vielfältigsten Möglichkeiten seinen Kunstdrang zu stillen. Von den Werken Zofia Kuliks und Kerry James Marshall bis hin zu den Installationen von Martha Rosler oder dem seltsamen Projekt um die Kochkünsten des 5-Sterne-Kochs Ferran Adrià sind 114 Künstler und deren unterschiedlichste Werke vertreten. Und im Gloria-Palast werden im Zuge der D12 96 fantastische und teils vergessene Filme von den 50er Jahre bis heute gezeigt. Abendunterhaltung ist also immer ab 20:30 garantiert- kostet allerdings 6,50€ extra. Unglücklich bin ich nur etwas über die unflexiblen Öffnungszeiten: Das Ausstellungsgelände ist jeden Tag von 10-20 Uhr geöffnet- ein paar Stunden länger hättens bei der Fülle der Exponate schon getan. Trotzdem: auf jeden Fall HINFAHREN!