19 Nov. 2008
Vorbei die Zeiten, als man im Apple-Glaskasten an der 5th Avenue den großen Macker gegeben hat um schließlich beim Rückflug das neue IPhone unter einem Berg schmutziger Wäsche im Koffer zu verstecken. Vorbei die Zeit, als man sich mit Kilo schweren Klunkern und fünf Bulgari-Uhren behängt hat, weil man das ja alles schon beim Hinfahren dabei hatte. (more…)
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22 Oct. 2008
Im November läuft die Celebrity Solstice in Hamburg vom Stapel- und damit das größte Kreuzfahrtschiff, das in Europa je gebaut wurde. Das Schiff gehört zu den zehn größten Kreuzer der Welt und stellt neue Rekorde in Sachen Superlative aus. So befindet sich beispielsweise auf dem 13. Deck der „Lawn Club“, eine 2000 qm große Echtrasenfläche auf der sowohl eine spannendes Fußballspiel zwischendurch, eine gepflegte Golfpartie als auch ein gemütliches Picknick im Kreise der Familie möglich ist. (more…)
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28 Aug. 2008
Amerika, Land der unbegrenzeten Möglichkeiten – wenn man hinein darf.
Seit dem 1. August ist testweise das Reisegenehmigungsverfahren ESTA (Electronic System for Travel Authorization) an den Start gegangen. Es gilt für alle Besucher, die für den Amerika-Trip kein Visum benötigen. Ab nächstem Jahr allerdings ist das System verpflichtend.
9/11 hat die USA aufgerüttelt und das Heimatschutzministerium sammelt in Zukunft lieber selbst Daten. ESTA soll als Erst-Check dienen und unerwünschte Personen vorab aussortieren.
So sind wohl auch EU-Bürger ein potenzielles Risiko für die nationale Sicherheit der USA. Deshalb wird jetzt die Befreiung von der Visumspflicht ausgehebelt.
Das Heimatschutzministerium empfiehlt die Onlinregistrierung spätestens 72 Stunden vor der Abreise.
Praktisch, dass die Genehmigung dann zwei Jahre lang gültig ist und man so oft wie man will einreisen darf. Bei Änderung des Reiseziels ist allerdings eine Aktualisierung erforderlich. Vorläufig ist die Einreiseerlaubnis kostenlos, allerding könnten künftig Gebühren anfallen.
Die Freigabe durch ESTA allein ist jedoch nicht für die Einreise ausschlaggebend – ob man hinein darf oder nicht, hängt letzlich am Grenzbeamten.
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13 Aug. 2007
Die spinnen, die Amis! So abgenutzt das Sprichwort auch klingen mag – immer wieder beweisen unsere atlantischen Kompagnons, dass in ihrem Land ganz andere Maßstäbe gelten als bei uns … vor allem beim Essen. Im Land der unbegrenzten Kalorien ist ein Burger eben nicht nur ein Burger, sondern das ultimative Lebenselixier einer ganzen Nation. Während sich die amerikanische Esskultur bei uns vor allem auf zwei werbestarke Namen verteilt, ist das Angebot in Sachen Fastfood unendlich groß, sobald man den großen Teich überquert hat. Wendy’s, Denny’s, Jack-in-the-Box, Taco Bell, Hardee’s – bei so viel Konkurrenz muss sich vor allem der Weltkonzern McDonald’s unheimlich ins Zeug legen um im eigenen Land noch das eine oder andere Frikadellenbrötchen an den Mann zu bringen. Deshalb versuchen die Väter der Golden Arches ihren Erfolg nicht mehr nur im Rahmen der Speisekartengestaltung zu untermauern – Supersize und Free Refill sind längst kein Kassenschlager mehr – sondern machen vor allem durch die ausgefallene Außengestaltung ihrer Restaurants auf sich aufmerksam. Für Touristen aus Europa grenzt die architektonische Huldigung der „nutritional overdose“ schon an Skurrilität. Nichtsdestotrotz macht es wahnsinnig viel Spaß, sich die U.Ess.A auf kulinarische Weise zu erschließen. Denn es wäre gelogen zu behaupten, dass man beim Anblick des McDonald’ Playplace in Orlando keinen Appetit auf fettige Fritten bekäme – die Außenfassade ist einer gigantischen Pommestüte nachempfunden! Und auch innen drin geizt man nicht mit Superlativen: Rutschen, Klettergerüste und unzählige Computerspiele machen die schnelle Mahlzeit zum echten Familienerlebnis. Hier prägen die goldenen Rundbögen die ganze Umgebung – in anderen Städten beweist der Burger-Gigant wiederum seine enorme Anpassungsfähigkeit an lokale Gegebenheiten. Das im Mandarin-Stil gehaltene McDonald’s-Restaurant im Bostoner Stadtteil Chinatown zum Beispiel steht eher für Klasse statt Masse und in St. Louis hat man es den Casinos gleichgetan und die Bedienungstheke auf einen landestypischen Schaufelrad-Dampfer verbannt.

Nicht minder originell sind die Ableger in Santa Fe und Sedona (Arizona): Wer einmal durch den Drive-In einer Burger-Ranch gefahren ist, wagt es bestimmt nicht mehr, zu behaupten, die Amerikaner hätten keine Esskultur! Aber nicht nur McDonald’s lässt sich einiges einfallen um die Liebhaber von Rinderhack im Sesambrötchen in seine heiligen Hallen zu locken. Beim Besuch einer Johnny-Rockets-Filiale ist die vom Geist der 50er Jahre inspirierte Inneneinrichtung fast schon spektakulärer als die gigantischen Bacon-Streifen, die einen vom Teller aus anlächeln. Trotz der obligatorischen roten Ledersitze ist jeder Abkömmling der international agierenden Kette ein echtes Einzelstück, genauso wie der erste Johnny Rockets auf der berühmten Melrose Avenue in L.A. Die persönliche Bindung zu „seinem“ Restaurant spielt für viele Amerikaner eine tragende Rolle in ihrem Leben – eine regelrechte Lovestory hat sich deshalb vor einigen Jahren in der Nähe von Atlanta abgespielt. „The Big Chicken“, eine 17 Meter hohe Stahlkonstruktion mit gelbem Schnabel und kullernden Hühneraugen, sollte abgerissen werden, weil die ständigen Renovierungsarbeiten an dem damals fast 40 Jahre alten Gebäude sich für seine Besitzer nicht mehr lohnten. Erst nachdem Tausende von Bittbriefen aus dem ganzen Land in der Zentralverwaltung von Kentucky Fried Chicken eingegangen waren, entschloss sich die Firmenführung, den Bürgern und Besuchern des Städtchens Marietta ihr Denkmal zu lassen. Man mag es nicht glauben, aber bis heute ist das fröhliche Huhn der wichtigste Orientierungspunkt, wenn man von Norden in Richtung Downtown Atlanta unterwegs ist. Wie tief der Fast-Food-Kult in den Herzen der Amerikaner verwurzelt ist, zeigt sich übrigens auch abseits der Ballungsräume, in denen ja hauptsächlich die Großkonzerne mit ihren dicken Budgets um ihre noch dickeren Kunden buhlen.

Mitten in Colorado, am Fuße der Rocky Mountains, habe ich mit dem Coney Island Hot Dog Stand das wohl liebevollste Beispiel der Fast-Food-Architektur entdeckt: eine Würstchenbude in Form eines Hot Dogs, garniert mit Ketchup, Senf und allem, was einen guten Imbiss ausmacht. Das ist eben das schöne an Amerika: Hier nimmt man sich gern auch mal selbst aufs Korn …
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