Weihnachtsmarkt Bremen
Nach einer kurzen Posting-Pause stellen wir Euch hier also den sechsten Weihnachtsmarkt in unserer BlogSpecial-Reihe vor. Heute ist unser Online Marketing Genie Holger dran, seinen Favoriten zu wählen. Und wie sollte es auch anders sein, auch hier überwiegt der Lokalpatriotismus: Holger hat sich einen Markt im hohen Norden ausgesucht, ganz in der Nähe seiner Homebase: den Weihnachtsmarkt in Bremen. Gleichzeitig outet sich der liebe Holger damit auch als Fan sämtlicher Guiness World of Record-Shows. Aber dazu später. Sehen wir uns erstmal die Highlights an, mit denen der Bremer Weihnachtsmarkt auftrumpfen kann:

Tradition-und-Gemütlichkeits-Faktor:
Laut Holger ist nichts schöner und gemütlicher als der Weihnachtsmarkt in Bremen. Vor einer über 800 Jahre alten Kulisse, eingebettet zwischen Dom, Rathaus und dem Bremer Wahrzeichen, der Ritterstatue „Roland“, erstrecken sich dieses Jahr 188 kleine Stände, die keinen Weihnachtswunsch unerfüllt lassen. Nach der Weihnachtsmarkt-Völlerei geht’s dann zur angrenzenden Schlachte-Promenade, die sich entlang der Weser erstreckt. Dort kann man sich beim Verdauungsspaziergang von Millionen tanzenden Lichtern verzaubern lassen. Solch märchenhaftes Ambiente im Heimatort der Stadtmusikanten wird natürlich mit 5 von 5 möglichen Punkten belohnt.
Glühwein-und-Maroni-Faktor:
Sieht man sich die Liste der angemeldeten Buden auf der Website an, könnten die Bremer in den Verdacht geraten, dass sie dem Alkohol mehr als alle anderen Weihnachtsmarkt-Gänger zugetan sind. Eine Vielzahl an Ausschank-Buden mit Alkohollizenz buhlt mit Glühwein und Prosecco, Feuerzangenbowle und Obstbrand um die trinkfreudige Kundschaft. Als Grundlage gibt’s vom geräucherten Pferd über Zwiebelkuchen bis Kräutersteaks alles, was der Magen ergrummelt. Besondere nordische Spezialitäten sucht man allerdings vergeblich. Daher 3 von 5 möglichen Punkten.
Geld-haben-oder-nicht-haben-Faktor:
Wie auch all seine Vorredner, konstatiert Holger, dass die Preise auf dem Weihnachtsmarkt in Bremen durchschnittlich sind. Da es aber auf dem Bremer Weihnachtsmarkt ein überproportional großes Angebot an kostenlosem Programm für Jung und Alt gibt, vergeben wir an dieser Stelle 4 von 5 Punkten.
Menschen-glücklich-mach-Faktor:
Vor allem Kinder kommen auf dem Weihnachtsmarkt in Bremen nicht zu kurz. Jeden Tag um 15:30 Uhr liest der Weihnachtsmann ihnen eine schöne Weihnachtsgeschichte vor. Ab 16:00 Uhr geht es dann täglich zur Bescherung. Jedes Kind, das ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen kann, wir vom Nikolaus und einer bekannten Bremer Persönlichkeit beschenkt. Außerdem wird zusätzlich jeden Tag das Märchen der Bremer Stadtmusikanten auf dem Ansgarikirchhof aufgeführt. Und besonders weihnachtlich wird es jeden Freitag, wenn um 17:00 Uhr die Weihnachtsgeschichte vor der Krippe am Dom erzählt wird. Alle, die denken, dass das Christkindl eine Frau ist, sollten sich die ganze Wahrheit noch mal dringend zu Gemüte führen. Weitere Programmpunkte sind auf der offiziellen Webseite des Weihnachtsmarkt in Bremen nachzulesen. So viele vorweihnachtliche Freuden werden mit 5 von 5 möglichen Punkten belohnt.
Außergewöhnlichkeiten-außer-Konkurrenz-Faktor:
Eine besonders schöne Aktion im Zuge des Bremer Weihnachtsmarktes ist die jährliche Eröffnung im Rathaus. Ein weihnachtliches Rahmenprogramm aus Chören, Kapellen und Erzähler sorgen für den stimmungsvollen Auftakt der Vorweihnachtszeit. Jeder der dabei sein möchte, zahlt 5€ Eintritt, die jedes Jahr komplett an eine Spendenorganisation gegeben werden. Zudem gehört sicher auch noch der angestrebte Rekordversuch der Bremer in die Kategorie Außergewöhnliches. Am Freitag, 19.12. sollen sich möglichst viele Musikanten auf dem Marktplatz versammeln um aus vollem Halse einen Weltrekord aufzustellen. Die Bremer möchte mit dem, von den meisten Menschen gesungene, „O du fröhliche“ im Guiness-Buch landen. Was diese Idee angeht, bin ich jetzt mal ganz subjektiv, und ziehe zwei Punkte dafür ab, weil ich finde, dass so ein schnöder Rekordversuch nichts mit dem Traditions- und Besinnlichkeitsgedanken eines richtig guten Weihnachtsmarktes zu tun hat. Also, liebe Bremer, ihr hätte den Zenith erstürmen können, aber wegen des Sing-Sang-Tralala gibt’s jetzt nur 2 von 5 Punkten.
In der Summe erzielt der Bremer Weihnachtsmarkt mit 19 Punkten ein gutes Ergebnis. Das hat der Markt vor allem seiner schönen Lage und dem ausführlichen Rahmenprogramm zu verdanken. Wenn der Rekordschmarrrn nächstes Jahr weggelassen wird, schafft der Weihnachtsmarkt in Bremen vielleicht 2009 die Spitze unseres Rankings.























